Ingwer verbindet Schärfe, Würze und Frische auf eine ganz besondere Weise.
Je nach Herkunft, Reife und Verarbeitung kann Ingwer kräftig und scharf, angenehm mild, zitronig, fruchtig oder leicht süßlich schmecken.
Ob frisch, getrocknet, kandiert, in Sirup oder mit Schokolade – Ingwer gehört zu den vielseitigsten Gewürzpflanzen überhaupt.
Doch was ist Ingwer eigentlich? Warum schmecken verschiedene Herkünfte unterschiedlich? Und wie entsteht kandierter Ingwer?
Hier erfahren Sie Wissenswertes rund um Ingwer und seine Verarbeitung.
Ingwer trägt den botanischen Namen Zingiber officinale und gehört zur Familie der Ingwergewächse.
Der verwendete Teil der Pflanze wächst unter der Erde.
Umgangssprachlich sprechen wir häufig von „Ingwerwurzel“ oder „Ingwerknolle“. Botanisch genauer handelt es sich jedoch um ein Rhizom, also einen unterirdischen Spross beziehungsweise Wurzelstock.
Dieses Rhizom wird frisch, getrocknet und in zahlreichen verarbeiteten Formen verwendet.
Die genaue ursprüngliche Heimat des Ingwers lässt sich heute nicht mehr eindeutig bestimmen.
Seine Geschichte ist jedoch eng mit den tropischen und subtropischen Regionen Asiens verbunden.
Schon seit Jahrtausenden spielt Ingwer besonders in China und Indien eine Rolle.
Über alte Handelswege gelangte das Gewürz in andere Regionen Asiens, den Nahen Osten und schließlich nach Europa.
Heute wird Ingwer in vielen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.
Ingwer benötigt Wärme und ausreichend Feuchtigkeit.
Aus dem unterirdischen Rhizom entwickeln sich schilfartige oberirdische Triebe.
Während der Wachstumszeit verzweigt und verdickt sich das Rhizom unter der Erde.
Nach mehreren Monaten kann es geerntet werden.
Auch der Erntezeitpunkt beeinflusst das spätere Produkt. Junger Ingwer ist häufig zarter und weniger faserig, während länger gereifter Ingwer eine festere Struktur und einen kräftigeren Charakter entwickeln kann.
Zu den bekanntesten natürlichen Scharfstoffen des Ingwers gehören die sogenannten Gingerole.
Durch Verarbeitung und Trocknung verändern sich verschiedene Inhaltsstoffe; dabei entstehen unter anderem Shogaole.
Zusammen mit den ätherischen Ölen prägen sie das charakteristische Ingweraroma.
Ingwer schmeckt jedoch nicht einfach nur scharf.
Je nach Herkunft und Verarbeitung kann sein Aroma:
ausfallen.
Nein.
Herkunft, Klima, Boden, Reife, Ernte und Verarbeitung beeinflussen Geschmack und Beschaffenheit.
Deshalb können sich verschiedene Ingwersorten deutlich unterscheiden in:
Gerade bei kandiertem Ingwer lohnt es sich deshalb, unterschiedliche Herkünfte miteinander zu vergleichen.
Unsere Ingwerspezialitäten entdecken
Thailand besitzt eine lange kulinarische Tradition im Umgang mit Ingwer und verwandten Gewürzen.
Je nach Ernte und Produkt kann thailändischer Ingwer würzig, aromatisch und kräftig ausfallen.
Bei kandiertem Ingwer beeinflusst die Verarbeitung zusätzlich, wie stark Schärfe und Süße später wahrgenommen werden.
China gehört zu den bedeutenden Herkunftsländern für Ingwer.
Chinesischer Ingwer wird frisch, getrocknet, gemahlen und kandiert angeboten.
Je nach Herkunft, Erntezeit und Verarbeitung kann sein Geschmack von angenehm würzig bis deutlich scharf reichen.
Auch von den Fidschi-Inseln kommt Ingwer, der sich besonders gut für hochwertige Ingwerspezialitäten eignet.
Bei kandiertem Fidschi-Ingwer treffen Ingwerwürze und Süße aufeinander.
Je nach Produkt kann er sich durch eine besonders zarte Struktur und einen vergleichsweise milden, fruchtigen Charakter auszeichnen.
Frischer Ingwer besitzt meist eine hellbraune bis beige Schale und ein gelbliches Inneres.
Beim Einkauf sollte das Rhizom möglichst fest und prall sein.
Sehr trockene oder stark schrumpelige Stücke haben meist bereits Feuchtigkeit verloren.
Frischer Ingwer lässt sich vielseitig verwenden, zum Beispiel für:
Er kann gerieben, gehackt, in Scheiben geschnitten oder mitgekocht werden.
Durch Trocknen wird dem Ingwer ein großer Teil seines Wassers entzogen.
Dadurch verändern und konzentrieren sich Aroma und Schärfeeindruck.
Getrockneter Ingwer kann ganz, geschrotet oder gemahlen verwendet werden.
Ingwerpulver eignet sich besonders zum Würzen und Backen.
Es sollte trocken, dunkel und gut verschlossen gelagert werden.
Kandieren ist eine traditionelle Methode zur Verarbeitung und Haltbarmachung.
Bei kandiertem Ingwer entsteht ein besonders reizvoller Gegensatz:
natürliche Ingwerschärfe trifft auf Süße.
Ingwerstücke werden vorbereitet und mit einer Zuckerlösung verarbeitet.
Dadurch verändert sich die Konsistenz und der Ingwer erhält seine typische süß-würzige Charakteristik.
Die genaue Herstellung unterscheidet sich je nach Produzent und Produkt.
Grundsätzlich wird der Ingwer zunächst gereinigt und vorbereitet.
Anschließend wird er geschnitten und je nach Herstellungsweise gegart oder blanchiert.
Beim Kandieren kommt er anschließend mit Zuckerlösung beziehungsweise Sirup in Kontakt.
Dabei nimmt das Pflanzengewebe Zucker auf.
Das Ergebnis ist eine Kombination aus:
süß + würzig + scharf + aromatisch
Je nach Produkt wird der fertige Ingwer anschließend getrocknet, glasiert, mit Zucker umhüllt oder nur leicht bepudert.
Qualität und Geschmack können sich deutlich unterscheiden.
Einfluss haben unter anderem:
Manche Ingwersorten sind weich und mild, andere fester und ausgesprochen scharf.
Deshalb lohnt sich das Probieren verschiedener Herkünfte.
Dieser Unterschied ist wichtig.
Ein kandierter Ingwer kann ohne sichtbare Kristallzuckerschicht angeboten werden und trotzdem Zucker enthalten.
Beim Kandieren gelangt Zucker bereits während der Verarbeitung in das Produkt.
„Ohne Kristallzucker“ bedeutet deshalb nicht automatisch:
ohne Zucker oder ohne Zuckerzusatz.
Wer Zucker vermeiden möchte, sollte immer Zutatenliste und Nährwertangaben des jeweiligen Produkts beachten.
Daneben gibt es Ingwerprodukte, bei denen keine klassische Zucker-Kandierung verwendet wird beziehungsweise Produkte mit besonders hohem Ingweranteil.
Hier tritt der ursprüngliche Ingwergeschmack meist wesentlich kräftiger hervor.
Da Rezepturen unterschiedlich sein können, sollten die Zutatenangaben des konkreten Produkts beachtet werden.
Eine weitere Spezialität ist Ingwer in Sirup.
Die Ingwerstücke bleiben dabei von Sirup umgeben und besitzen eine saftige Konsistenz.
Sie können direkt genossen oder beispielsweise verwendet werden für:
Auch der aromatische Sirup lässt sich zum Verfeinern von Speisen und Getränken verwenden.
Ingwerschärfe und Schokolade ergeben einen interessanten Kontrast.
Besonders Zartbitterschokolade harmoniert gut mit dem würzigen Charakter des Ingwers.
Die Süße und das Kakaoaroma treffen dabei auf die langsam einsetzende Ingwerschärfe.
Auf kandierter-ingwer.de finden sich unter anderem Ingwerstäbchen und weitere Ingwerspezialitäten mit Schokolade.
Ingwer lässt sich hervorragend mit Früchten kombinieren.
Seine Würze und Schärfe bilden einen interessanten Gegenpol zu Fruchtsüße und Säure.
Gut passen beispielsweise:
Bereits kleine Mengen können einem Fruchtaufstrich einen besonderen Charakter verleihen.
Ingwer gehört zu den vielseitigsten Gewürzen.
Er passt beispielsweise zu:
Auch die Kombination mit süßen Zutaten ist interessant.
Besonders gut harmoniert Ingwer mit Schokolade, Zitrusfrüchten, Honig, Äpfeln und Birnen.
Aus frischem Ingwer lässt sich einfach ein aromatischer Aufguss herstellen.
Dafür Ingwer in dünne Scheiben schneiden oder grob zerkleinern und mit heißem Wasser übergießen.
Je mehr Ingwer verwendet wird und je länger er zieht, desto intensiver wird der Geschmack.
Je nach persönlicher Vorliebe lassen sich beispielsweise Zitrone, Limette oder etwas Honig ergänzen.
Ingwer ist auch die Grundlage bekannter Getränke.
Ginger Ale ist ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit Ingwergeschmack.
Ginger Beer besitzt ebenfalls eine lange Tradition und schmeckt häufig intensiver und würziger.
Trotz seines Namens muss modernes Ginger Beer nicht zwangsläufig alkoholhaltig sein.
Frischer Ingwer sollte kühl und vor Austrocknung geschützt aufbewahrt werden.
Im Kühlschrank hält er sich meist gut, wenn er nicht unnötig Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Ingwer kann außerdem eingefroren und bei Bedarf portionsweise verwendet werden.
Kandierter Ingwer sollte:
aufbewahrt werden.
Eine geeignete Verpackung schützt Aroma und Konsistenz.
Beachten Sie zusätzlich die Lagerhinweise des jeweiligen Produkts.
Beide Begriffe werden im Alltag verwendet.
Botanisch genauer ist jedoch:
Rhizom.
Ein Rhizom ist ein meist unterirdisch wachsender Spross, der der Pflanze unter anderem als Speicherorgan dient.
Aus geeigneten Rhizomstücken können neue Triebe wachsen.
Ja.
Ein frisches Rhizomstück mit einer gut entwickelten Austriebsstelle lässt sich in einen Topf mit lockerer Erde setzen.
Ingwer bevorzugt Wärme, Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit, verträgt aber keine dauerhafte Staunässe.
Unter geeigneten Bedingungen entwickelt sich eine attraktive, schilfartige Pflanze.
Das hängt stark vom persönlichen Geschmack ab.
Interessant sind unter anderem folgende Fragen:
Wie zart ist das Stück?
Wie faserig ist der Ingwer?
Wie kräftig ist die Schärfe?
Wie ausgewogen sind Süße und Würze?
Bleibt der typische Ingwergeschmack trotz Kandierung deutlich erkennbar?
Manche Menschen mögen kandierten Ingwer weich und mild, andere bevorzugen intensive Schärfe.
Süß und würzig: klassischer kandierter Ingwer
Intensiv und scharf: Ingwer mit möglichst wenig zusätzlicher Süße
Zart und fruchtig: Fidschi-Ingwer ausprobieren
Süß, scharf und herb: Ingwer mit Zartbitterschokolade
Zum Kochen und Backen: Ingwerpulver, geschroteter oder frischer Ingwer
Saftig und süß: Ingwer in Sirup
Am interessantesten ist der direkte Vergleich unterschiedlicher Herkünfte und Zubereitungen.
Ingwer ist nicht gleich Ingwer.
Herkunft, Reife und Verarbeitung bestimmen, ob er mild oder intensiv, weich oder faserig, frisch-fruchtig oder kräftig-scharf schmeckt.
Besonders kandierter Ingwer verbindet zwei scheinbare Gegensätze auf besondere Weise:
Süße und Schärfe.
Probieren Sie unterschiedliche Herkünfte und Varianten und entdecken Sie Ihren persönlichen Favoriten.
Ingwerspezialitäten bei kandierter-ingwer.de entdecken